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Sägesser-Antoine / Leila, Gränichen 155 03.02.2014, 01:55 Uhr
 
Frau
Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir sind eine 6-köpfige Familie die seit bald 4 Jahren in Gränichen wohnt. Mein Mann benutzt täglich die WSB um an den Bahnhof in Aarau zu gelangen.

Wenn ich mit unseren vier Kindern unterwegs bin und wir legen Strecken nach Suhr, Aarau oder Teufenthal zurück, sind wir immer sehr froh, das Auto nicht benutzen zu müssen, sondern mit der WSB zu fahren. Falls ich mit den Kindern kompliziertere Orte aufsuche, nehme ich aus bequemlichen Gründen das Auto (Kinderwagen etc.) Das ist auch der Grund, warum ich Ende 2013 mein Halbtax nicht erneuert habe. In meinem WSB Etui befand sich aber noch eine Halbtax Mehrfahrtenkarte, welche ich nicht aufgebraucht hatte. Natürlich schmeisse ich diese nicht weg, sondern bewahre sie mit der gültigen Mehrfahrtenkarte zusammen auf.

Am 27. Januar fuhr ich an den Bahnhof in Aarau. Unser erster Halt war in der Bäckerei (Unterführung). Dort bemerkte ich, dass ich mein Geld zu Hause vergessen hatte. Also nahmen wir die WSB zurück nach Gränichen, wo ich meine Kinder am Oberdorf Bahnhof platzierte und nach Hause rannte um das Geld zu holen. Mit etwas Glück erwischten wir gleich den nächsten Zug. Das Glück war von kurzer Dauer. Nach 2 Stationen stieg eine Kontrolleurin ein und bemerkte, dass ich in der Hektik die falsche Karte gestempelt habe (Halbtax). Der Unterschied beträgt ca. Fr. 9.--. Das macht pro Fahrt auf der Karte etwas mehr als einen Franken. Ich erwartete eine Nachzahlung von ein paar Franken. Nicht aber, dass mir diese Dame Fr. 75. in Rechnung stellt!

Dass Sie an Ihren Richtlinien festhalten werden auch wenn ich Ihnen meinen Sachverhalt schildere ist mir klar. Jeder kann irgendetwas erzählen. Und sie haben bestimmt nicht die Zeit auf jede Geschichte einzugehen die Ihnen ein Kunde erzählt, der kein gültiges Billet hat.

Kann sich aber irgendein Unternehmen leisten, stur an den Richtlinien festzuhalten ohne auf die jeweilige Situation einzugehen? Bestimmt traue ich dieser Frau welche uns kontrolliert hat soviel gesunden Menschenverstand zu, dass sie meinen Fehler beurteilen konnte. Bestimmt ist Ihnen klar, dass solche Vorkommnisse nicht zum Image eines unkomplizierten und flexiblen Unternehmens passen. Ich werde meine ‚Schulden‘ in den nächsten Tagen begleichen. Teile Ihnen aber mit, dass ich dieses Schreiben (so ähnlich) auch öffentlich machen werde. Einfach nur um Menschen denen etwas ähnliches passiert, zu motivieren auch publik zu machen, dass die Höhe Ihrer Busse in keinem Verhältnis steht zu meinem Fauxpas. Es war ja nicht so, dass ich mit der ganzen Familie schwarz fuhr!

Mit freundlichen Grüssen,
Leila Sägesser Antoine
 
Kommentar von AAR bus+bahn:
Es ist richtig, dass das Vorgehen bei der Fahrausweiskontrolle in gesetzlichen Vorschriften geregelt ist. Leider haben wir viele Fahrgäste ohne gültigen Fahrausweis. Die Verantwortung, im Besitz eines gültigen Fahrausweises oder einer entwerteten Mehrfahrtenkarte zu sein, liegt beim Fahrgast oder bei der erziehungsberechtigten Person. Unser Kontrollpersonal überprüft stichprobenweise, ob diese Verantwortung auch wahrgenommen wird. Dies ist eine einheitliche Praxis bei allen schweizerischen Transportunternehmungen des öffentlichen Verkehrs und beruht auf gesetzlichen Grundlagen und Tarifvorschriften.

Der Begriff "Reisen ohne gültigen Fahrausweis" deutet nicht zwingend auf eine betrügerische Absicht hin. Es kann sich auch wie von Ihnen geschildert um ein Versehen handeln. Gründe dafür gibt es viele. Es ist dennoch unumgänglich, die Handhabung bei einer Kontrolle einheitlich umzusetzen. Wir bemühen uns jedoch, unsere Kunden auch in diesem Fall freundlich und serviceorientiert zu unterstützen.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.


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